Bericht von Sandra, einer Teilnehmerin des Wanderreitcamps 2026.
Ich war in diesem Jahr das erste Mal mit meiner Lusitanomix Stute Peaches beim WRC über Pfingsten dabei und bin auch direkt dafür in den Verein eingetreten, nachdem ich das bereits Jahre schon vor hatte.
Los ging es knapp eine Woche vorher mit der Whatsappgruppe, die über Anreise, Tagespläne etc informiert hat.
Am Freitag kamen wir am Nachmittag in Eggstedt in Dithmarschen beim Islandpferdehof von der Holstenau an. Erstmal ging es natürlich an den Paddockbau, sowie darum Heu und Wasser heranzuschaffen. Natürlich wurde sich gleich untereinander geholfen 🙂
Im Anschluss gab es Kaffee und etwas Kuchen bei besten Wetter im schattigen Pavillon. Danach ging es ans Zimmer oder eher Bettenlager besichtigen und beziehen. Es war alles etwas räumlich knapp für 12 Reiter, von denen 10 in 2 Ferienwohnungen schlafen sollten. 2 haben draußen bei den Pferden gezeltet. Aber gemütlich war es trotzdem. Es hatte ein wenig Ferienlagerfeeling. 😉
Als alle angereist waren, hat sich fast jeder der ersten Abendrunde angeschlossen. 2 Reiterinnen konnten sich Isis von der Hofbesitzerin Solveig leihen. Sie war auch gleichzeitig eine der zwei Rittführerinnen. Die zweite war Steffi mit ihrem Fjord.
Überhaupt war ein bunter Rassemix in der Gruppe auch inklusive 2 Großpferden.
Die erste Runde zeigte bei schönen Feld- und Waldwegen schon eine deutliche Grüppchenbildung durch verschiedene Geschwindigkeiten, meine Peaches gehörte zu den flotten Pferden.
Nach der Tour und Pferdeversorgung gab es Essen und Besprechung des nächsten Tages im Wintergarten, da war der erste Tag bereits rum.
Am Samstag wurde es mit 26 Grad sehr warm. Wir Reiter teilten uns selbständig auf in die flotte Gruppe mit Solveig oder die etwas gemächlichere Gruppe mit Steffi. Wegen ihres hohen Grundtempos ging ich mit in die flotte Gruppe. Es ging gute 20 km über viele schöne Feldwege bis an den Nord-Ostsee Kanal bei Hochdonn mit dortiger Pause.
Leider war die Gruppe mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 8km/h etwas zu flott für Peaches, weshalb sie nur noch traben wollte und ordentlich Frust bei ihr aufkam beim Mithalten wollen und nicht können.
Schließlich habe ich dann etwas führen müssen, um Peach herunter zu fahren, wodurch uns die Gruppe fast abgehängt hat. Später durfte Peachi dann noch vorne gehen, was sie zumindest etwas beruhigt hat.
Nach der Tour gab es wieder Kaffee, Kuchen und eine Pause. Immer natürlich mit vielen pferdigen Gesprächen.
Abends ging es dann eine weitere Runde raus. Diesmal schlossen wir uns lieber der langsameren Gruppe an und plötzlich war Peach auch deutlich zufriedener mit ganz vorne laufen.
Steffi war als Rittführerin sehr umsichtig und versuchte die Gruppe gut beieinander zu halten. Einziges Manko hier war, dass sie die Gegend nicht kannten und wir daher dieselbe (schöne) Strecke wie am Vorabend ritten.
Das Abendessen fiel entsprechend spät aus und enthielt noch eine verspätete und sehr interessante Vorstellungsrunde aller Teilnehmer.
Am Sonntag sollte es dann nur eine aber dafür lange Tour zu einem See geben, an dem die Pferde auch baden durften. Die 2 Gruppen ritten um eine halbe Stunde zeitlich versetzt los. 2 Reiter mussten sich vor der Tour mit ihren Pferden schon wegen gesundheitlicher Probleme auf den Heimweg machen.
Auch diesmal waren Peaches und ich bei der langsameren Gruppe dabei. Die Tour führte wieder über teilweise schöne bis sehr schöne Strecken über Spurbahnen und durch einen Wald. Die Navigation bzw. dessen Kommunikation gestaltete sich allerdings manchmal schwierig wegen der Größe der Gruppe (7 Reiter) und der Rittführerin inkl. Tourenplanung weiter hinten.
Der See war eher ein kleiner Teich mitten im Wald und wurde von einigen Pferden gern zum Plantschen genutzt. Nur zum Grasen war dort nicht viel zu finden, weshalb die Pferde später noch eine Pause bekamen.
Mit knappen 6 Std unterwegs war die Tour auch gut tagesfüllend.
Die Pferde und Menschen bekamen wieder eine Pause. Cora und Manu machten sogar Waffeln für alle und Solveig steuerte einen selbstgemachten alkoholfreien Cocktail bei.
Wegen anderer Pfingstwochenendpläne packte ich abends zusammen und machte mich mit Peachi noch vor dem Abendessen auf den Heimweg. Die übrigen Teilnehmerinnen blieben noch bis Montag Mittag.
Fazit: Es war ein schönes aber auch etwas herausforderndes Wochenende für mich und meine Maus (sie war noch nie in so großer Gruppe unterwegs). Die Leute waren alle super nett und man hat viele tolle Pferdegespräche geführt, obwohl ich vorher niemanden kannte. Auch hat Dithmarschen reiterlich wirklich mehr zu bieten als ich gedacht hätte!
Cora und Manu waren organisatorisch top, immer hilfsbereit und haben leckeres Essen auf den Tisch gezaubert und sogar Eis für alle besorgt. Nur mittags/nachmittags hätte ich mir persönlich noch so etwas wie ein belegtes Brötchen o.ä. gewünscht und nicht nur Süßes.
Beide Rittführerinnen waren super lieb und das Wetter war unglaublich gut.
Die Pferde konnten jederzeit mit reichlich und nahem Heu und Wasser versorgt werden und durften an der Hand auf der weitläufigen Koppel grasen. Auch abspritzen nach der Tour und wälzen auf dem Reitplatz waren drin.
Wir kommen auf jeden Fall wieder!
VG
Sandra und Peaches
Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, der größte Dank geht hier an Solveig und Ihre Familie, die uns auf Ihrem Hof willkommen geheißen haben und an unser Verpflegungsteam aus dem Vorstand, Manu und Cora.
Unser Wanderreitcamp ist jedes Jahr wieder ein Highlight und eine schöne und teilweise neue Erfahrung für Pferd und Reiter, die mal etwas Wanderreitcamp-Feeling schnuppern möchten 🙂
Der Termin und die Location für 2027 stehen bereits, dazu demnächst in den Mitgliederportalen des Reit- & Fahrwege Schleswig-Holstein e. V. mehr, denn wie jedes Jahr dürfen unsere Mitglieder sich vorrangig anmelden. Anschließend geben wir bekannt, ob Plätze übrig sind 🙂